Schamanische Weihnacht

Die Nacht vom 20.12. auf den 21.12. ist die längste Nacht des Jahres und zugleich der Beginn der Weihe(Nächte). Es ist ein Wendepunkt, ein Neuanfang. Zu dieser Zeit feiern wir die Rückkehr des Lichtes in der dunklen Zeit. Es ist ein energetischer Umschwung. Und in diesem Jahr mag es ein besonderer energetischer Umschwung sein. Eine Wintersonnenwende der besonderen Art.


Denn wir haben an diesem Tag eine große Konjunktion von Jupiter und Saturn, sie treffen für unser Auge aufeinander und leuchten daher gemeinsam, was zwar alle 20 Jahre geschieht, aber in diesem Jahr mal wieder so nah an der Erde, wie es vor ca. 800 Jahren zuletzt auftrat. Vielleicht waren es auch diese beiden Planeten, die einst zu Jesu Geburt leuchteten, als Stern von Bethlehem, man weiß es nicht genau, aber der Gedanke daran ist schön. Denn in dieser Zeit sehnen sich viele wieder nach einem Zeichen von Hoffnung und Zuversicht.
Ein Blick in den Himmel lohnt sich allemal, um ca. 18:17 soll es soweit sein.

Astrologisch treten wir am 21.12.2020 endgültig ins Wassermannzeitalter ein. Nummerologisch haben wir an diesem Tag, die 1=Neuanfang (2+1+2+1+2+0+2+0=10 1+0=1) damit wird ein neues Zeitalter, eine neue Ära eingeläutet und neue Energiequalitäten stehen uns zur Verfügung. Wir verlassen das Erdelement und treten in das Luftelement ein.

Aus der Sicht im Medizinrad treten wir in die Zeit der Erderneuerung ein.

Eigentlich ist ja der 21.12. das Weihnachtsfest, der Heilige Abend, an dem das „Christuslicht“ neu geboren wird, nur wurde damals dieser Tag gezielt und bewusst auf den 24.12. gelegt, um den „Germanen“ es leichter zu machen, sich zum christlichen Glauben bekehren zu lassen.

Im Altgermanischen wird dieses Fest als Jul (engl. yule, isl. jól) bezeichnet, sowohl das eigentliche Mittwinterfest (Wintersonnenwende) als auch die Tage, die mit ihm verbunden sind, die Raunächte. Es ist der Geburtstag des Sonnengottes, der Tag des Triumphes des Lichts über die Dunkelheit. In keltischen Gebieten wurde dieses Fest auch als „Alban Arthuan“, das „Licht  des Arthur“ gefeiert.

Die Begrüßung und Feier der zunehmenden Lichtkraft gibt es in vielen Kulturen. In persischen Überlieferungen ist es der Lichtgott Mithra, als Repräsentant der Sonnenkraft. Der Überlieferung zufolge wurde Mithras von seinem Vatergott gesendet, um die Welt zu retten. Seine Geburt in einer Felshöhle erinnert an die Geburt Jesu, der als Christuslicht die Welt betritt. In einer anderen Kultur finden wir den Kult um Isis und Osiris, der Geburt ihres Lichtkindes Horus.

In der nordischen Mythologie ist es Balder (Baldur), der hier als Sonnengott bezeichnet wird.
Balder gehört zum Göttergeschlecht der Asen. Sein Vater ist der weise Göttervater Odin, seine Mutter die Göttin des friedlichen Hauses – Frigg.

Balder ist der Gott der Reinheit, Tugendhaftigkeit, Schönheit und des Lichts.

Welche Mythologie wir auch zugrunde legen, es geht immer um die Wiederkehr des Lichts.

Oder soll ich lieber sagen, dass wir innerlich zurückkehren (sollten) zum Licht? Zu unseren Tugenden, dass wir uns innerlich Reinigen von Habgier und Habsucht, Hass und Selbsthass, Eifersucht und Gier. Das wir uns erinnern, an unser Christuskind, dem Christuslicht in uns, an unsere Unschuld.

Oh Tannenbaum!

In vielen Familien gibt es den Weihnachtsbaum, der jetzt wieder geschmückt werden will. Aber wer weiß noch, warum wir das eigentlich machen? Warum überhaupt ein Weihnachtsbaum? Nur weil es Tradition ist, weil es sich gehört, weil es schön ist?

Leider ist die Bedeutung dieser Tradition zum großen Teil verloren gegangen. Wir holen den Tannenbaum in unsere Stube, ohne uns dessen bewusst zu sein, welche Bedeutung dahinter steckt. Wir tun dies meist ohne ein Bewusstsein. Zum großen Teil wurde das alte Wissen von kirchlichen Dogmen und Konsum überdeckt.

Das Reinholen und das Schmücken des Baumes hat eine sehr tiefe „schamanische“ Bedeutung, und wir sind viel mehr mit schamanischen Ritualen verbunden, als uns bewusst ist. Dies kommt gerade zur Weihnachtszeit zur Geltung.

Unser WEIHNACHTSBAUM ist ein Abbild des „WELTENBAUMES“, geschmückt mit heiligen und magischen Symbolen, behängt mit roten Äpfeln (die Christbaumkugeln spiegeln diese Äpfel wieder) des ewigen Lebens, mit Kerzen beleuchtet, die das Christuslicht symbolisieren. Wir schmücken den lebensspendenden Weltenbaum mit den Symbolen unseres Kosmos.

Dieser Lebensbaum oder Weltenbaum verbindet Kosmos und Erde, Universum und Mensch. Er ist ein Symbol für unsere Verbindung mit anderen Welten. Der Weltenbaum IST das Universum.

Das bewusste Aufstellen des „Weihnachtsbaumes“ erinnert uns an das „ewige Leben“, es erinnert uns an unser eigenes Licht, was wir in uns tragen.

Wenn du einen Weihnachtsbaum in deinen Räumen aufstellst, mit diesem Bewusstsein, so spricht es in der Tiefe deine Seele an. Deine Seele erinnert sich, dass du dieses Licht bist, das du auf ewig mit dem Leben verbunden bist. Wenn du das Licht am Baum entzündest, so entzündest du auch das Licht in deinem inneren Kind.

Das Schmücken des Baumes mit kosmischen Symbolen ist ein Akt der Ehrung des Lebens und des Lichtes.

So gesehen, sollte das Aufstellen des Weltenbaumes als ein achtsames Ritual durchgeführt werden, damit du die tiefe Verbindung zum Kosmos (zur Liebe) wahrnehmen kannst.

Und es ist sicher kein Zufall, dass unsere Weihnachtsbäume - sprich die Baumarten - alte schamanische Weltenbäume sind: wie die Tanne, die Fichte und die Eibe.

Dieser Tannenbaum wurde im Volksmund im Nordischen immer schon als „Wohnsitz der Götter“ bezeichnet. Die Edda beschreibt das auch so. Die Eibe ist ein recht seltener Baum und gehört seit ältesten Zeiten zu den heiligen Bäumen. Die Tanne gilt als schamanischer Weltenbaum - eine Art Himmelsleiter!!!

Der Baum symbolisiert in seiner Pyramidenform, das Göttliche wieder. Es symbolisiert die Dreieinigkeit, dass das Göttliche in allem wohnt, was wir hier auf der Erde wahrnehmen können. Durch das Entzünden der Kerzen am Weihnachtsbaum laden wir das göttliche in unser Leben ein. Das Licht ist da.

Wir erinnern uns an das Symbol des Apfels, an den Apfel (Ursprünglich ein Granatapfel) der Erkenntnis. (Siehe: Dieter Broers- der verratene Himmel)
 
Die germanische Weltensäule „IRMINSUL“- ein schamanischer Weltenbaum - war ein Baumheiligtum, eine Fichte. Es heißt, dass in der Fichte ein weiblicher, mütterlich schützender Baumgeist wohne.

Ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, wo an unserem Tannenbaum z.B. Fliegenpilze als Baumschmuck gehängt wurden. Was haben denn Fliegenpilze mit Weihnachten zu tun?

Es gibt ja viele alte Märchenbilder, die zeigen, wo die Weihnachtsbäume z.B. mit Fliegenpilzen geschmückt sind. Und das war ursprünglich nicht, weil die so ansprechend rot sind mit weißen Punkten und sich von dem Tannengrün reizvoll abheben. Sondern das war deswegen, weil diese bewusstseinserweiternden Fliegenpilze für die Schamanen heilige Pilze waren für ihre schamanisch-visionären Reisen, ihre visionären „Flüge“.

Interessanterweise fliegt ja ebenso der Weihnachtsmann, eine Erscheinung des Odin/Wotan durch die Nacht und bringt die Geschenke!

Und er ist rot-weiß angezogen! Die Farben des Fliegenpilzes.

Ebenso können wir in dieser heiligen Zeit „Reisen“, in den Raunächten. Neue Visionen für unser Leben empfangen, das alte Überdenken und loslassen.
Wir können unser Bewusstsein öffnen und die Geschenke (Visionen) des Lebens empfangen, wenn wir bereit sind, in die Stille zu gehen und neue Impulse für unser Leben empfangen.

Denn die Urquelle möchte ja, dass du voller Freude bist und dich, und deine Visionen, hier auf der Erde verwirklichst. Das vermittelt uns der Fliegenpilz, nicht umsonst heißt er ja Glückspilz. Das begrüßende ist ja, dass wir in der heutigen Energie keine „Bewusstseinserweiternde“ Pilze brauchen, um Kontakt zu erhabenen Wesen zu bekommen. Wenn wir und für höhere Ebenen öffnen, können wir unmittelbar die Geschenke erhalten, dass können neue Gaben und Fähigkeiten sein, die dann auf die Erde gebracht werden wollen. Der Fliegenpilz erinnert unsere Seele, das wir mit dem Gefühl der Freude unsere Visionen, Ideen und Projekte verwirklichen können, und das macht uns glücklich. Du bist ein Glückspilz!


In den Raunächten macht das Universum eine Atempause, eine Zeit, in der wir auch eine Atempause machen dürfen, uns besinnen und erinnern dürfen. Die Zeit steht still. Jeder hat sicherlich schon mal diese Ruhe zwischen den Jahren wahrgenommen. Es ist die Zeit, wo sich Dimensionstore öffnen, wir das Leben weihen, unser Heim und unsere Ahnen. Es ist die Zeit, wo wir mehr als sonst, unsere Schöpferkraft entfalten können.

Es ist die Zeit, die Geschenke zu empfangen, die Geschenke des Universums anzunehmen, was wiederum mit unserer Selbstliebe zu tun hat. Denn es ist ja auch die besondere Zeit der Liebe, hier erinnern wir uns etwas mehr, an die Liebe, die wir sind. Wir sind bereit, füreinander da zu sein, an andere zu denken, unser Mitgefühl und unser Trost zu spenden. Wir sind sanftmütiger und eher bereit zu vergeben. Da sind all die Eigenschaften, die wir eigentlich an jedem Tag im Jahr erfüllen sollten.

In dieser heiligen Zeit, sind wir näher am Himmel. Die Energien sind sehr hoch. Der kosmische Atem erfüllt unser Bewusstsein.

Und vielleicht ist in diesem Jahr eine ganz besondere Zeit, wo wir zum Teil in die Stille „gezwungen“ werden. Überdenken können, was das wahre Leben ausmacht. Warum wir hier wirklich auf Erden sind. Aus dem „Haben wollen“ in das Geben zu kommen.

Mitgefühl, Fürsorge und Trost zu geben, sind deine größten Geschenke, die du geben kannst, das ist das Christuslicht in dir, was du auf die Erde bringst.


In diesem Sinne wünsche ich dir eine schamanische Weihnacht.

Andreas Helmer                 

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